So wie du bist

Schreibimpuls vom 13. April 2020

Das Leben will Dich so wie Du bist,
so begabt, so ungeschickt,
so lustig, so ernst, so dick und so dünn,
so wie Du bist, kein bisschen anders.
Und es will Dich ganz:
Mit Deiner Vitalität und Lust,
Deiner Schwere und Traurigkeit.
Das Leben will Dich nicht halbherzig,
sondern mit Leib und Seele!


Wie bist du? Was macht dich aus? Wann und wo fühlst du ganz und gar lebendig, mit Leib und Seele bei der Sache?

Vielleicht magst du darüber schreiben! Und wenn du deinen Text mit anderen teilen möchtest, beginne in dem Kommentarfeld.

Hier noch ein Musik-Impuls: Nina Hagen · Für mich solls rote Rosen regnen.

 

6 Gedanken zu „So wie du bist“

  1. Was ist der Sinn und wo führt es uns
    hin?
    Niemand kann es uns sagen,
    wen wir auch fragen.
    Was muss sich ändern auf unserer Welt, die im Moment auf den Kopf gestellt?
    Eines zumindest ist mir bin klar, nichts wird zurückkommen so wie es war

  2. Wer bin ich, wie bin ich in diesen Tagen,
    dies und das , was stell ich für Fragen.

    Mir fällt auf, das ich sehr unruhig bin,
    mach dies und das,geh dort mal hin.

    Lauf wie ein Tiger in der Wohnung herum
    Hab soviel Zeit, der Tag geht nicht um.

    Warum ist das so,
    kann mir’s einer erklären ?

    Ich bin doch gesund,
    hab alles im Leben.

    Vielleicht braucht meine Seele Ruhe und Frieden,
    Vielleicht brauch ich Nähe und jemanden zum Lieben.

    Muss halt geduldig und achtsam bleiben,
    freu mich am Dasein und dankbar sein.

    Für die Sonne,den Frühling, den Duft und die Vielfalt
    das erfreut mir mein Herz und gibt mir den Halt.

    .

  3. So, wie du bist…

    „Wie bist du? Was macht dich aus? Wann und wo fühlst du dich ganz und gar lebendig, mit Leib und Seele bei der Sache?“ fragt Conny hier: http://schreibmueck.de/so-wie-du-bist
    … und mir fällt spontan mal gar nichts ein. Es gibt Dinge, die ich gern tue. Wie lesen, schreiben und kochen. Und Dinge, die mir gefallen. Wie Granatschmuck und bunte Stifte. Aber nichts davon macht mich aus.
    Ich lag gerade lange mit einem schweren Lupus-Schub im Krankenhaus, konnte nichts mehr allein, außer liegen und sprechen. Kein Schreiben, keine Stifte. Trotzdem war ich immer noch ich. Und gar nicht so unzufrieden mit meiner Situation. Auf jeden Fall war es deutlich besser, als die Monate zuvor, in denen ich mich zwar theoretisch hätte bewegen können, aber die Depression so stark war, dass ich fast nur im Bett lag und mir Vorwürfe machte. Da war ich nicht mehr wirklich ich. Da war nichts mehr von mir da, kein Gefühl, das und kein Gedanke, der sich nicht um die Depression drehte. Der schwarze Hund hatte mich gefressen, mit Haut und Haaren.
    Ich war mir egal, habe nicht mal mehr meine Zähne geputzt. Um meine Kinder hab ich mich gerade so viel gekümmert, dass sie nicht verhungerten oder weinten. Alles war leer, grau, egal. Ich wünschte mir, alt zu sein und in Frieden auf den Tod warten zu können.
    Nichts war übrig von mir. Keine Liebe. Keine Ideen, keine Kreativität. Keine Pläne für mein Leben, keine Wünsche oder Träume. Gar nichts mehr.
    Im Krankenhaus kam all das wieder. In ganz klein. Der Wunsch, allein ins Bad gehen zu können. Die Idee für einen Tortelliniauflauf. Stunden, in denen ich meine Kinder vermisst habe. Ich fing an, mich besser zu fühlen.
    Irgendwann sagte die Ärztin „Es ist sehr gut, dass Sie gleich gekommen sind. Ein Tag später wäre zu spät gewesen.“ und ich merkte, dass ich leben will.
    Ich will sehen, wie meine Kinder aufwachsen. Ich will bei meiner Familie und meinen Freunden sein. Ich will auf neue Ideen kommen und sie umsetzen. Ich will viele Träume und Wünsche haben und am besten auch erfüllen.
    Und was macht mich nun aus?
    Alles ein bisschen, denke ich. Die Liebe zu meinen Menschen, meine Ideen, meine Träume. Meine Art zu denken und die Welt zu sehen. Und der Wille, zu leben.

  4. Ich bin wie ich bin

    Ich bin, wie ich bin,
    Ganz ohne Sinn.
    Mal groß, mal klein,
    Was soll ich sein?

    Mal lieb, mal fies,
    Den Weg ich oft verließ
    Ganz gewöhnlich,
    Doch stets versöhnlich.

    Traurig wie die Dunkelheit,
    Oft allein all die Zeit.
    Kämpfend wie ein Krieger,
    Doch stets ohne Sieger.

    Strahlend wie die Sonne,
    Oh, welch Wonne!
    Bunt wie ein Schmetterling,
    Schöne Melodie, schnell erkling!

    Unaufrichtig, frech und dumm,
    Kann nie bleiben stumm.
    Schreie, laut wie Donnerschlag,
    prallen ein den ganzen Tag.

    Rosenstrauch und Fliederduft,
    Viel Gefühl und frische Luft
    Liebe, Harmonie, Natur

    Gefühl des Glückes pur!

    Nun, was kann ich sein?
    Alles, nur kein Schein.
    Ich bin, wie ich bin,
    vielleicht doch mit Sinn!

  5. Ich bin die, die morgens plötzlich Angst hat,
    wegen Corona und so,
    und mittags wieder lachen kann,
    Die pausenlos durch Meldungen scrollt,
    und abends tanzen geht,
    vor dem PC.
    Die bei Fakes recherchiert,
    die Wahrheit benennt
    und den Skandal verdirbt.
    Die im sachlichen Schreiben
    innerlich kocht,
    doch eigentlich weint.
    Um die Zeit zu versüßen
    ist der Kaffee lächelnd zu genießen.

  6. Das Wort „bin“ in der letzten Zeile muss raus denn es heisst „eines zumindest ist mir klar, nichts wird zurückkommen wie es war.

    Danke
    Liebe Grüße
    Maritta

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.