Deiche des Mutes

Schreibimpuls vom 22. März 2020

„Wir müssen immerfort Deiche des Mutes bauen gegen die Flut der Furcht“
(Martin Luther King)

Corona:
Was ist jetzt für dich anders geworden? Was bewegt dich, wie begegnest du den Dingen? Machst du dir Sorgen, ist da Angst? Oder gehst du die Tage eher pragmatisch an? Hast du Augen für den wunderbaren Frühling da draußen? Siehst du vielleicht sogar Chancen, für dich, für die Welt? Was fühlst du, wenn du aus dem Fenster schaust? Und wer steht an deiner Seite?

Baust du aktuell Deiche gegen die Flut der Furcht ?


Hier noch ein Musikimpuls: Zusammenstehen von SEBEL

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6 Gedanken zu „Deiche des Mutes“

  1. Ich gehe spazieren, genieße die Sonne und die erwachende Natur. Ich ruhe mich aus, bin langsamer als sonst und mache Nickerchen. Ich lese, sehe fern und bewege mich dabei zwischen Fiktion und Realität. Ich esse gut. Das habe ich sichtlich schon immer getan, aber jetzt, zu Hause, wird die Frage „was essen wir heute“ noch wichtiger. Und ich weiß jetzt schon, dass wir heute abend eine Flasche Champagner öffnen werden, die mir Freunde zu meinem Geburtstag geschenkt haben. Einfach so, jetzt. Warum auf einen besonderen Anlass warten? Jeder gesunde und strahlende Tag ist doch Anlass genug. Und so baue ich mir einen Deich aus Licht und Luft, aus Schlaf und Faulheit, aus Bärlauchpesto, frischem Brot, gutem Wein und stoße mit dem Leben an.

  2. Hallo, ich hatte mir ein Foto von 3 alten Frauen als Inspiration ausgewählt.
    Leider kann ich es hier nicht einfügen. Macht aber nix.;)
    (Foto: Phil Borges, aus „Das Gesicht Tibets“ (2004))
    Es gibt sogar 2 Fassungen zum Foto.

    1. Ernste Fassung:

    Drei alte Frauen,
    die sich was trauen.

    Drei alte Frauen,
    die dem Schein misstrauen.

    Drei alte Frauen,
    Zeit zum ergrauen.

    Drei alte Frauen,
    die Dich durchschauen.

    Drei alte Frauen,
    bereit in den Abgrund zu schauen.

    2. Lustige Fassung:

    Meine Oma mit Zopf
    hatte Ihren eigenen Kopf.
    Die Tante, die ich nicht kannte,
    war auch eine Verwandte.
    Die Dritte der Gruppe,
    gehörte auch zu der Truppe.
    Und Allen gemeinsam ist,
    sie haben sich verpisst.

  3. Glück

    Wenn dich plagt die Angst,
    Sorgen dich grämen, kleine Tränen leise fließen,
    öffne die Tür, soweit du kannst,
    Vöglein singen, Veilchen sprießen.
    Lass sie ein, die Frühlingsluft,
    verzaubert dich mit ihrem Blütenduft.

    Schmetterlinge flattern und Bienchen summen,
    Frühlingstöne überall erklingen,
    schau, die dicken Hummeln wie sie brummen,
    geh‘ hinaus zum frohen Singen.
    Versuche zu begreifen, auch dies ist Glück,
    und kehre nun in dich selbst zurück.

  4. Hey Unicumy, das Bild kann man sich herrlich vorstellen… Schöner Text, mir gefällt besonders die komische Version, kennst mich ja😁

  5. Vielen Dank, liebe Conny. Eigentlich hatte ich keine Lust irgendetwas über Corona zu schreiben, weil es mir alles rund um dieses Thema etwas zu viel wird und ich froh bin, meine Gedanken anderen Dingen widmen zu können und dann dachte ich, genau das könnte ich ja auch in Worte fassen 🙂

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